Satzung

Satzung des Vereins Aktionsgemeinschaft Zahnarzthilfe Brasilien Plus e.V.

1. Name, Sitz, Geschäftsjahr
Der Verein führt den Namen Aktionsgemeinschaft Zahnarzthilfe Brasilien Plus und hat seinen Sitz in Baden-Baden. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

2. Zweck
Der Verein hat das Ziel, die zahnärztliche Versorgung in Notstandsgebieten der Dritten Welt zu unterstützen zugunsten der mittellosen Bevölkerung. Die Behandlung der Kranken ist kostenfrei und wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ermöglicht. Die aktiven Zahnärzte arbeiten unentgeltlich. Des weiteren darf die AZB Plus andere Vereine im Ausland finanziell unterstützen , die ohne finanziellen Eigennutz für das Gemeinwohl tätig sind , insbesondere hier das deutsch-brasilianische Institut für die allgemeine Gesundheit (Steuernummer in Brasilien: CNPJ 08.839.749/0001-39).

Die Satzungen der Vereine müssen denen eines gemeinnützigen deutschen Verein entsprechen.

3. Erwerb der Mitgliedschaft Mitglied kann jede volljährige Person werden. Der Antrag ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Lehnt der Vorstand die Aufnahme ab, so ist die Anrufung einer Mitgliederversammlung zulässig.

4. Ende der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft endet
a. durch freiwilligen Austritt
b. durch Tod
c. durch Ausschluss
Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand und wird zum Ende des Kalenderjahres wirksam. Ein Mitglied kann durch den Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es grob gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat. Vor der Entscheidung ist das betroffene Mitglied zu hören.

5. Mitgliedsbeiträge
Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird in der Mitgliederversammlung festgelegt. Neben dem Einzelbeitrag für Zahnärzte wird ein ermäßigter Beitrag für Zahnarzthelferinnen und reine Fördermitglieder festgelegt.

6. Organe des Vereins
Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung 

7. Vorstand

Der Vorstand besteht aus  

a) dem ersten Vorsitzenden

b) dem zweiten Vorsitzenden

c) dem Schriftführer

d) dem Protokollführer dem Kassenwart

Vertretungsberechtigter Vorstand im Sinne BGB § 26 sind der erste Vorsitzende, der zweite Vorsitzende und der Schriftführer. Zwei Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam. Die Mitglieder des Vorstandes werden in der Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Die Amtszeit dauert auf jeden Fall bis zur Neuwahl. Wiederwahl und Personalunion sind zulässig. Der erste und der zweite Vorsitzende sind schriftlich zu wählen. Außerdem sind zwei Kassenprüfer zu wählen.

8. Mitgliederversammlung
Alle vier Jahre ist eine Mitgliederversammlung einzuberufen. Bei Bedarf, oder wenn 10% der Mitglieder dies schriftlich verlangen, ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Einberufung zur Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorstand. Die Einladung einschließlich der Tagesordnung muss den Mitgliedern mindestens eine Woche vorher schriftlich zugehen. Die Mitgliederversammlung wird vom ersten Vorsitzenden, im Verhinderungsfall vom zweiten Vorsitzenden, geleitet.
In jeder ordentlichen Mitgliederversammlung haben der Vorstand, der Kassenwart und ein Kassenprüfer je einen Bericht zu erstatten. Der Ort der Mitgliederversammlung kann außer Baden-Baden jeder gewünschte, vielleicht günstiger gelegene, Ort sein. Über die Mitgliederversammlung ist Protokoll zu führen, das insbesondere die gefassten Beschlüsse enthalten muss. Das Protokoll ist vom amtierenden Vorsitzenden und vom Protokollführer zu unterzeichnen.

9. Gemeinnützigkeit
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Dies ergibt sich aus Absatz 2 der Satzung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen nur zu satzungsmäßigen Zwecken verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

10. Auflösung des Vereins
Die Auflösung des Vereins und Satzungsänderungen können durch die Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden. Bei Auflösung des Vereins ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Karlsruhe, den 01.08.2012
Der Vorstand

EINSATZBERICHTE

Erfahrungsberichte
ALS FRISCHGEBACKENE ZAHNÄRZTIN AUF NACH BRASILIEN!

Ich hatte schon lange den Wunsch nach meinem Examen im November 2016 bei einem zahnmedizinischen Einsatz in einem Hilfsprojekt dabei zu sein. Mein Abenteuer in Brasilien als frisch gebackene Zahnärztin begann dann Anfang März 2017 bei der AZB plus. 

Abenteuer Zahnarzthilfe – Einsatz auf Boipeba

Unser Dentomobil für einen Behandlungseinsatz klar zu machen, dauert einige Stunden. In den Tropen wird es bereits gegen 18 Uhr dunkel und wir brauchen Tageslicht. Der Dorfplatz ist eine grüne Wiese, etwa so groß wie ein halbes Fußballfeld. Wir wählen einen Standort, der neben dem örtlichen Gesundheitsposten liegt, um den dortigen Wasseranschluss zu nutzen. Außerdem muss der Untergrund eben sein. 

Was man in der ersten Stunden auf einem AZBplus-Einsatz beim Aufbau des Dentomobils so erleben kann, schreibt Clarissa Delpy spannend in ihrem ausführlichen Erlebnisbericht "Abenteuer Zahnarzthilfe – Einsatz auf Boipeba".

Nicht nur Karneval in Rio

Thomas Hagemeier und Uwe Leidig sind schon seit Jahren ein eingespieltes Team: In einer nord-brasilianischen Favela behandelten sie als "Zahnarzt auf Zeit" im Dentomobil bis zu 45 Patienten am Tag.

Brasilien wäre mein Traum!

„Brasilien wäre mein Traum“- diese Worte höre ich mich noch sagen, als ich den Entschluss gefasst habe, mich in einem zahnärztlichen Hilfsprojekt einzubringen. Und nun, kurze Zeit später, heben wir im November 2012 in Frankfurt an Bord eines Flugzeugs ab, um ganz bald den lang ersehnten brasilianischen Boden unter den Füßen zu spüren.

AZB Plus auf Projektsuche

Im März 2012 reise ich mit Kathrin nach Burkina Faso. Ein Freund von mir, Rainer Sauerborn, leitet seit über zehn Jahren ein Forschungsprojekt in Burkina Faso, das von der WHO, der DFG, den Universitäten Harvard und Heidelberg und dem Land Baden Württemberg finanziert wird.

Das gelobte Land

Ein Auswanderer aus dem schwäbischen Heubach lebt seit über zehn Jahren in dem kleinen Ort Nova Canaan (zu deutsch Neu Kannaan), irgendwo mitten im Süden des Bundestaates Bahia.

Im SOS-Kinderdorf von Lauro de Freitas

Am Anfang des Jahren beschließe ich, meinen Sommerurlaub nicht für Sonne, Strand, Meer und Relaxen zu verwenden, sondern möchte mich aktiv für ein soziales, zahnärztliche Projekt im Ausland engagieren. Und für mich ist klar, das Projekt sollte in Brasilien sein. Die sozialen Verhältnisse und ihre Auswirkungen auf die ärmsten Schichten der Bevölkerung kenne ich gut von meinen vorherigen Aufenthalten in diesem Land.

Einsatz unter Palmen

Unser Einsatz für die AZB plus mit dem Dentomobil ist im Oktober 2006 im Fischerdorf Barra de Serinhaem, etwa 300 km südlich von Salvador. In dieser tropischen Küstenregion leben sowohl ethnische Minderheiten wie etwa die Caboclos, ehemalige entlaufene Sklaven, die versteckt im Urwald afrikanische Dorfgemeinschaften gebildet haben, als auch einfache Fischer, die sich seit vielen Generationen die reichen Fischgründe der Barra Grande zu Nutze machen.